Projekte – unsere Unterstützung

„We serve“ – wir dienen lautet das Motto unserer Lions-Bewegung.

Schon seit der Gründung im Jahre 1960 steht für den Lions-Club Köln- Agrippina fest, dass wir mit diesem Auftrag vor allen Dingen Jugendliche ohne Ansehen und Herkunft, unterstützen wollen. Dabei beschränken wir uns hauptsächlich auf Einrichtungen im Großraum Köln, über die wir uns vor Ort informieren und die wir kontrollieren können. So ist sichergestellt, dass die Spenden auch effizient und ohne Umwege und Abzüge den Hilfsbedürftigen zugutekommen.

Nachdem die öffentlichen Hände ihre Zuwendungen an die sozialen Einrichtungen immer weiter kürzen, haben wir unsentschlossen, den größten Teil unserer Spenden nicht mehr in viele Einzelmaßnahmen aufzuteilen, sondern wenige Projekte, die wir als förderungswürdig erachten, über mehrere Jahre zu unterstützen und zu begleiten.

So spendet unser Club jedes Jahr zwischen 40 und 50.000,- Euro. Der Activity-Fonds setzt sich zusammen aus Jahresspenden der Mitglieder, sowie aus Einzelspenden zu besonderen Anlässen und Zuwendungen von Sponsoren unseres Clubs. Einen Großteil der Gelder generieren wir aus den jährlich stattfindenden Golfturnieren und zwar aus den Startgeldern und den Anzeigen im Programmheft. Bei allen Entscheidungen haben wir uns immer von dem Grundsatz leiten lassen, dass sich nicht der Club oder seine Mitglieder bei der Spendenvergabe in den Vordergrund stellen, sondern dass jeder gespendete Euro dort ankommt, wo er am notwendigsten gebraucht wird.


Aufbau des Cafés „Mäc-up“

Eins unserer ersten großen Projekte war in diesem Zusammenhang der Aufbau des Cafés „Mäc-up“. Das Café ist eine Anlaufstelle für Mädchen und junge Frauen, die zum größten Teil kein festes Zuhause mehr haben und auf der Straße leben. Das „Mäc-up“ bietet den jungen Frauen eine Rückzugsmöglichkeit, um unbelästigt von Freiern zu duschen, Wäsche zu waschen, Kaffee zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen. Wenn sie möchten, können sie ihre Nöte und Sorgen mit ausgebildeten Sozialarbeiterinnen besprechen, die ihnen auch Wege aufweisen, den Teufelskreis, in dem sie gefangen sind, zu durchbrechen.


Notschlafstelle „Comeback“

Mit dem Jahr 2001 verlagerten wir unser Hilfe auf die Notschlafstelle „Comeback“. Hierbei handelt es sich um eine Notschlafstelle für junge, meist drogenabhängige Frauen, die teilweise der Prostitution nachgehen, um ihre Sucht zu finanzieren. Die zunehmende, gesundheitliche Verelendung der jungen Frauen und Mädchen hat uns, nach Rücksprache mit dem Betrei ber, dazu bewogen, eine Krankenschwester für den Nachtdienst zu finanzieren, damit eine bedingte medizinische Versorgung gewährleistet wird. Aufgrund der Angst, ihre Freiheit zu verlieren oder irgendwo kaserniert zu werden, gehen viele der Mädchen und Frauen weder zu einem Arzt, noch in ein Krankenhaus. Im „Comeback“ werden keine Fragen gestellt. Die Krankenschwester versucht ihnen, soweit es ihr möglich ist, zu helfen oder man schickt sie zu Ärzten, die mit der Problematik vertraut sind. In den letzten Jahren konnten zwei junge Frauen durch Reanimierungsmaßnahmen ins Leben zurückgeholt werden. Ein schöner Erfolg. Der Club finanzierte das Gesamtprojekt mit 26.000,- Euro pro Jahr.


Don-Bosco-Club in Köln-Mülheim

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Don-Bosco-Club in Köln-Mülheim. Dieser Club- der-offenen-Tür bietet Kindern und Jugendlichen, die in diesem sozialen Brennpunkt der Stadt zum größten Teil in zerrütteten Familienverhältnissen oder oft fast auf der Straße leben, Angebote wie Mittagstisch, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote. Seit Jahren beteiligen wir uns an den Kosten für den Mittagstisch und finanzieren nach Absprache mit dem Leiter des Clubs Einzelprojekte, wie den Kauf von Spielgeräten, Mitfinanzierung von Halbtagsstellen oder stiften einen gebrauchten VW-Bus, bzw. beteiligen uns an der Anschaffung von Fahrzeugen.


Unterstützung des Altenheimes „Herz-Jesu“ am Oberländer Wall

Ein immer wiederkehrendes Projekt, seit mehr oder weniger Gründung des Clubs, ist die Unterstützung des Altenheimes „Herz-Jesu“ am Oberländer Wall. Hier finanzieren wir nicht nur kleine Präsente zum Weihnachtsfest, sondern engagieren uns auch bei Vorbereitung und Durchführung von Sommerfesten und Konzertabenden.


und Weiteres…

Darüber hinaus haben wir immer ein offenes Ohr für einzelne, dringende Maßnahmen, wie Neukauf von Spielgeräten nach dem Brand eines Kindergartens in Köln-Mülheim oder die Anschaffung einer neuen Kücheneinrichtung im Mädchenwohnheim „Maria-Schutz“.


Das Judas-Makabäus-Fenster im Dom

Im Jahr 2004 entstand in unserem Club die Idee, sich aktiv an der Ausgestaltung des Doms zu beteiligen. Es ergab sich, dass im Nordquerhaus über der Orgel das Judas-Makkabäus-Fenster im Krieg ausgebaut worden war. Es musste restauriert und an seiner alten Stelle eingesetzt werden. Die Kosten dafür waren mit etwa 50.000 Euro angesetzt. Spontan fand sich ein Kreis von etwa 20 Lions-Freunden zusammen mit dem Ziel, diese Aktion zu finanzieren. Der Freundeskreis konstituierte sich informell in einem eigenen Kreis, um die sozialen und karitativen Spendenaktivtäten des Clubs unberührt zu lassen.
Das Judas-Makkabäus-Fenster wurde am 11. November 2007 im Rahmen einer Messe von Dompropst Dr. Norbert Feldhoff feierlich gesegnet. Es hat seinen Platz im östlichen Ober- gaden des Nordquerhauses in unmittelbarem Anschluss an die Vierung. Dargestellt sind von links nach rechts Judas Makkabäus, Mattathi- as, Esra und Nehemia, also alttestamentliche Heerführer und Propheten. Im 19. Jahrhundert fand dieses Fenster keine Stifter, heute jedoch ermöglichten gleich vier Donatoren seine Restaurierung und Rekon- struktion: die Commerzbank Köln, der Zentral-Dombau-Verein, Klara Kreuser und der Lions-Club Köln-Agrippina.